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Nik Bärtsch's Ronin

»Ritual Groove Music«

4. Juni 2007

Am Ostermontag durfte ich ins Theaterhaus Stuttgart. Unter dem Motto »Jazz-Länderspiel« gab es Jazz aus Deutschland und der Schweiz. Am Abschlussabend der Jazztage 2007 spielten Nik Bärtsch's Ronin.
Das Konzert entwickelte sich vom ersten Ton an zu meiner größten musikalischen Entdeckungsreise seit langem.
Begeistert, elektrisiert und mit-hineingenommen hörte und sah ich dieses Quintett.
Schon die Aufstellung der Instrumente überraschte mich:
Das Piano des Bandleaders Nik Bärtsch links vorne. Der Pianist spielte mit dem Rücken zum Publikum, was seiner Präsenz aber keinen Abbruch tat. Als Gegenpol das Drumset rechts vorne. Percussion zentral in der Mitte, etwas nach hinten versetzt. Zwischen Piano und Percussion Sha mit seinen Klarinetten (u.a. eine Kontrabassklarinette aus Metall). Auf der rechten Seite zwischen Percussion und Drumset: der E-Bass.
Musikalisch zeigte sich in dieser Aufstellung der Hinweis, dass alle Instrumente auch von ihren perkussiven Komponenten her interpretiert werden.
Die Optik blieb wichtig. Die Lichtregie ergänzte, unterstützte und kommentierte musikalische Strukturen. Schwarzlichtröhren waagrecht in verschiedenen Höhen - scheinbar schwebend - wurden ideal wirkungsvoll eingesetzt.
Und die [b]Musik[\b]
mit Worten kaum zu fassen
»Askese und Ekstase« stand im Programmheft. Um ehrlich zu sein hielt ich diese Formulierung vor dem Konzert für mindestens überinterpretiert ...
Währenddessen und rückblickend muss ich sagen: Durchaus treffend!
Wie anders könnte in drei Worten diese Musik benannt werden?
Mir fallen auch nur dialogische Formulierungen ein:
Konzentration und Spontaneität
Struktur und Freiheit
Ruhe und Impulsivität

Bis hin zu Pausen wurden alle musikalischen Parameter hörbar und spürbar zum musikalischen Erlebnis-Werk.

Auf der Homepage von Nik Bärtsch gibt's eine Hörprobe in ein Stück aus dem Konzert: »Modul 36« aus dem aktuellen Album »stoa«:
http://www.nikbaertsch.com/sound/?soundid=117

Ronin 2 (c) Corinna Görsch, 2007


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