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Ravel auf "Originalinstrumenten"

Anima Enterna mit Jos van Immerseel

Ich zitiere aus den Bemerkungen des Dirigenten für die Musiker. Das zitat ist dem auch sonst sehr aufschlussreichen Booklet der CD entnommen:

»Die verwendeten Instrumente
Die Bläser haben Unglaubliches geleistet, um die zu Ravels Zeit verwendeten Instrumente - also alles französiche Blasinstrumente, einschließlich der Fagotte - wieder zur Ehre kommen zu lassen. Einige dieser Instrumente sind so spezifisch, dass die Bläser unserer Stammbesetzung sie lieber den Spezialisten überlassen haben. Wir danken ihnen für dieser Großzügigkeit.«

Auf der Innenseite des CD-Umschlags werden die verwendeten Instrumente namentlich genannt. Die Aufzählung bietet interessante Einblicke in den Blasinstrumentenbau in Frankreich zwischen 1890 und 1950. Es liest sich wie ein »who is who«.
Thibouville-Lamy
Besson
Couesnon
Raoux
Courtois
Selmer
Selmer-Conn
Adolphe Sax Fils
Erard
Triebert
Lorée
Buffet-Crampon

Die Revision eines Kontrabass-Sarrusophones übernahm Bendikt Eppelsheim. Ihn durfte ich mit einer Berufsschulklasse im Oktober 2006 in München besuchen.

Mit all diesen Hintergrundinformationen macht diese Neueinspielung des Bolero für Blasinstrumentenmacher doppelt Spaß: Hört sie sich doch - neben der musikalisch überzeugenden Interpretatione - an wie ein klingendes Lexikon des Blasinstrumentenbaus in Frankreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Drei Hersteller aus Deutschland sind mit Originalinstrumenten vertreten, d.h. sie hatten damals schon europaweit Geltung:
Püchner (Oboe)
Heckel (Kontrafagott)
Firtz Wurlitzer (Bassklarinette)


Niquet - Händel - Wassermusik/Feuerwerksmusik
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